Ernährung bei Hautproblemen

Gesunde und strahlende Haut mit der richtigen Ernährung

Expertin für Ernährung bei Hautproblemen

Marie, Expertin für gesunde Haut und Ernährung

Stand: August 2022

Viele Hautprobleme können mit der richtigen Ernährung effektiv gelindert werden. Neurodermitis, Juckreiz oder Akne sind eng mit der Ernährung verbunden. Was kann man tun, um mit der Ernährung zu einer rundum gesunden Haut beizutragen? Hier erfährst du mehr darüber, wie deine Hautgesundheit mit der Ernährung zusammenhängt. 

Ernährung bei Hautproblemen

Warum deine Ernährung auch deine Hautgesundheit beeinflusst

Ernährung - der Zusammenhang zwischen erklärt

„Die Haut ist der Spiegel deiner Gesundheit. “ Hast du das schon einmal gehört? Vermutlich hast du zumindest schon einmal an dir selbst beobachtet, dass sich eine ungesunde Ernährung auch auf das Hautbild auswirken kann.

Unsere Haut erneuert sich ständig. Die Baustoffe dafür liefert unsere Ernährung. Für die Zellerneuerung braucht die Haut also die nötigen Nährstoffe. Dein Hautzustand zeigt also, ob du deiner Haut alle wichtigen Nährstoffe zur Verfügung stellst und ob dein Stoffwechsel richtig funktioniert. Ist der Stoffwechsel gestört, können die Nährstoffe, die über die Nahrung aufgenommen werden, nicht richtig verarbeitet werden. Die Zell- und Hauterneuerung wird dann beeinträchtigt. 

Ist der Stoffwechsel oder dein Immunsystem, welches zum Großteil im Darm sitzt, aus der Balance geraten, können Entzündungsreaktionen die Folge sein. Entzündungen können zum Beispiel in Form von Pickeln oder Hauterkrankungen wie Neurodermitis in Erscheinung treten. Der Körper versucht schädliche Stoffwechselprodukte über die Haut auszuscheiden.

 

Entzündliche Hautreaktionen sind Entgiftungsreaktionen des Körpers

Grundsätzlich kann der Körper gut mit Entzündungen umgehen, zumindest so lange, wie das Immunsystem in der Lage ist sie zu bekämpfen. Problematisch wird es, wenn das Immunsystem  aus dem Gleichgewicht geraten ist. Dann können Entzündungsreaktionen überhand nehmen. Das Immun­system reagiert über und bekämpft nicht mehr nur schädliche Eindringlinge, sondern auch harmlose Stoffe oder gar körpereigenes, eigentlich gesundes Gewebe. In diesem Fall spricht man von einer Autoimmunreaktion. Bei Hautleiden wie Akne, Neurodermitis oder Schuppenflechte kann das Immunsystem also im schlimmsten Fall einen neuen Schub an Symptomen auslösen, obwohl es eigentlich das Gegenteil tun sollte. 

Tipps für die richtige Ernährung bei Hautproblremen

Sich "schön essen" - geht das?

Gibt es Lebensmittel mit denen man sich schön essen kann? Welche Ernährung bei Hautproblemen?

Die richtige Ernährung ist in jedem Fall ein wichtiger Baustein für gesunde Haut bzw. die Linderung von Hautproblemen. Auch wenn die Ursache mancher Hautbeschwerden andere (oder noch zusätzliche) Ursachen haben kann. 

Die Forschung beschäftigt sich schon lange mit der Frage, welche Lebensmittel besonders gut und welche eher ungünstig für die Haut sind. Doch die Erkenntnisse sind nicht eindeutig. Vor allem scheint der individuelle Stoffwechseltyp entscheidend zu sein, welche Lebensmittel die Haut positiv oder negativ beeinflussen. 

Für manche Menschen wirken sich Milchprodukte, Zucker oder Fast Food besonders schädlich aus, für andere halten sich die Auswirkungen in Grenzen. Es gibt somit bisher keine keine allgemeingültigen Empfehlungen für eine „Haut-Diät“. 

Dennoch lassen sich ein paar Tipps aussprechen, die zu einer gesunden Haut beitragen können. Sie gehen jedoch über die Ernährung hinaus, denn neben einer gesunden Ernährung spielen auch weitere Faktoren eine Rolle:

9 Tipps: So kannst du deine Hautgesundheit unterstützen

Vitamin E ist ein Antioxidant, das die Haut vor Zellschädigungen durch freie Radikale schützt. Es ist außerdem für den Fett- und Feuchtigkeitshaushalt der Haut zuständig und kann die Bildung von Narben und Alters­flecken verringern.

Gute Vitamin E Lieferanten sind zum Beispiel hochwertige Pflanzenöle wie Olivenöl oder Rapsöl. Auch Leinsamen, Fisch, Nüsse und verschiedene Obst und Gemüsesorten liefern das gesunde Vitamin E, z.B. Süßkartoffeln, Paprika, Mango, Avocado, dunkle Johannisbeeren und viele mehr.  

Wichtig: Da Vitamin E ist fettlöslich ist, sollte es entweder direkt als Öl oder in Kombination mit fetthaltigen Lebensmitteln verzehrt werden, um seine Funktionen entfalten zu können. 

Vitamin C ist ebenfalls ein wich­tiger Radikalfänger und hilft der Haut dabei, gegen Zellschädigungen anzukämpfen. Es kann außerdem dazu beitragen, dass die Haut mehr Kollagen produziert. Kollagen ist ein Eiweiß, das unserer Haut Form und Festigkeit gibt. Kollegen macht die Haut also elastischer und glatter (nicht umsonst enthalten viele Anti-
Aging-Cremes Kollagen). Mit Vitamin C können wir die Kollagenproduktion also ankurbeln und Faltenbildung vorbeugen. 

Vitamin C Lieferanten sind zum Beispiel Zitrusfrüchte, grünes Gemüse wie Kohl  oder Broccoli, Kiwis, rote Paprika, Erbsen, Kürbis und vieles mehr. 

Vitamin A ist auch als Retinol bekannt, das ebenfalls in vielen Anti-Aging Produkten enthalten ist. Es bewirkt, dass die Zellerneuerung beschleunigt wird und die Haut somit weniger schnell altert.  Zudem stärkt Vitamin A das Immunsystem.

Beta-Karotin, die Vorstufe von Vitamin A, wird vom Körper in Vitamin A umgewandelt.  Gute pflanzliche Beta-Carotin-Quellen sind vor allem intensiv gefärbtes Gemüse wie Spinat, Grünkohl, grüne Bohnen, Broccoli und Feldsalat aber auch Karotten oder Tomaten. Wichtig ist auch hier die Kombination mit fetthaltigen Lebensmitteln, da Vitamin A fettlöslich ist.

Vitamin D  – das Sonnenvitamin – ist essentiell für viele Prozesse im Körper. Auch für unsere Haut. Es stärkt die Hautbarriere, was es schädlichen Eindringlingen schwerer macht, Entzündungen auszulösen. Das ist z.B. bei Akne oder auch Neurodermitis und Schuppenflechte eine wichtige Schutzfunktion. Außerdem reguliert Vitamin D den Hormonhaushalt und stärkt das Immunsystem. 

Doch damit nicht genug. Vitamin D unterstützt die Wundheilung, verringert die Bildung von Narben und Altersflecken und verbessert Hautfeuchtigkeit sowie Durchblutung.

Vitamin D ist in Lebensmitteln nur in geringen Dosen vorhanden (z.B. in fetten Fischen wie Makrele, Hering und Co. sowie in Eigelb, Pilzen oder Käse). Nur durch die Nahrung können wir jedoch nicht ausreichend Vitamin D aufnehmen, dass vor allem durch die Einstrahlung von Sonnenlicht über die Haut gebildet wird. Wer nicht ausreichend Sonne bekommt, was bei den meisten Menschen in Nord-Europa der Fall ist, sollte Vitamin D über Nahrungsergänzungsmittel zuführen. Der individuelle Vitamin-D-Spiegel kann im Blut getestet werden. 

Unser Körper besteht zum überwiegenden Teil aus Wasser (ca. zu 60%). Es wird für alle Stoffwechselprozesse im Körper benötigt und ist für unsere Zellen überlebenswichtig – auch für unsere Hautzellen. 

Mit zunehmendem Alter trocknet die Haut mehr und mehr aus, sodass eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr wichtig ist. Wer genug trinkt, am besten Mineralwasser oder ungesüßten Tee, dessen Haut wird es danken.  

Eine Regel, die nicht nur für gesunde Haut, sondern auch allgemein gilt: Iss den Regenbogen! Dein Speiseplan sollte möglichst viel buntes Gemüse und Obst enthalten. Auch Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte statt Weißmehl und ungesättigte pflanzliche Öle und Nüsse sollten regelmäßig auf dem Teller landen.

Wer sich überwiegend pflanzlich, bunt und gesund ernährt, dessen Haut wird auch die ein oder andere „Sünde“ wegstecken. Brei akuten Hautproblemen sollte man jedoch genauer darauf achten, welche Lebensmittel man meiden sollte. Da dies sehr individuell sein kann, ist eine persönliche Beratung empfehlenswert. 

Manche  ­­Lebensmittel können die Symptome von entzündlichen Haut­erkrankungen  verstärken. Eier, rotes Fleisch, Zucker und stark verarbeitete Lebensmittel wie Fast Food sollten wenn möglich die Ausnahme bilden. 

Die Zusammenhänge sind teilweise unklar bzw. noch nicht ausreichend belegt, doch es gibt Hinweise, dass diese Lebensmittel sich ungünstig bzw. entzündungsfördernd auszuwirken können. Du tust deiner Haut in Zweifel einen Gefallen, wenn du gesündere Alternativen findest – und davon gibt es zahlreiche.  

Auch Schlaf, Stress und Co. haben einen enormen Einfluss darauf, wie gesund unsere Haut ist. Besonders deutlich wird dieser Effekt am Beispiel von wenig Schlaf. Augenringe und fahle Haut nach einer kurzen Nacht kennen wir vermutlich alle.

Hautgesundheit bedeutet deshalb auch Selbstfürsorge. Das bedeutet, Stress vermeiden, den Körper möglichst nicht mit Nikotin oder Alkohol belasten und allgemein auf einen gesunden Lebensstil achten. 

Unsere Haut kommt tagtäglich nicht nur von innen, sondern auch von außen mit vielen Substanzen in Kontakt, die ihr gut tun oder schaden können. Kosmetika (Cremes, Make-up und Co.) sowie Putzmittel können die Haut irritieren oder im schlimmsten Fall schädliche oder Giftstoffe enthalten. Es empfiehlt sich daher auf möglichst schonende, natürliche Zusammensetzungen zu achten und unnötige Chemikalien zu vermeiden. Deine Haut wird es dir danken. 

"So habe ich meine Neurodermitis in den Griff bekommen"

Ernährungsberaterin Marie hatte neben ihrer Neurodermitis lange Zeit mit diversen Beschwerden wie Asthma, Allergien und Co. zu kämpfen. Der Griff zur Cortison-Creme war für sie irgendwann keine Option mehr, da die Beschwerden immer schlimmer wurden und die Neurodermitis sich immer weiter ausbreitete. Trotz vieler Arztbesuche wurde nie der Bogen zum Thema Ernährung geschlagen. „Leider wird dieser Zusammenhang im Medizinstudium nicht wirklich behandelt“, berichtet Marie. Als sie selbst anfing, sich mit dem Thema Ernährung auseinanderzusetzen, merkte sie schnell, dass sie einen echten „Game Changer“ gefunden hatte und bildete sich dadurch motiviert gezielt in diesem Thema weiter.

„Natürlich spielen neben der Ernährung auch viele andere Faktoren eine Rolle, wie zum Beispiel Umweltfaktoren und Stress. Die Ernährung können wir im Gegensatz zu manch anderen Einflussfaktoren aber sehr gut steuern.“

Eine besondere Herausforderung bei Neurodermitis ist der Entgiftungsprozess. Hier begleitet Marie ihre Kund:innen und unterstützt sie dabei, diesen Prozess bestmöglich zu  verstehen. „Oft werden bestimmte Symptome für eine Verschlechterung des Hautzustands gehalten, dabei sind es manchmal auch Schritte im natürlichen Entgiftungsprozess. Um diese Unterschiede zu erkennen und den Entgiftungsprozess zu begleiten ist Coaching eine tolle Unterstützung, denn alleine kann man sich in dieser Zeit schnell überfordert fühlen.“, so Marie. 

Jeder Heilungsprozess verläuft unterschiedlich und erfordert individuelle Maßnahmen. Neben einer geeigneten, typgerechten Ernährung, dem Aufbau von einer gesunden Darmflora und Leberentlastung ist auch Achtsamkeit und Stressmanagement wichtig. „Durch ein Coaching hast du jemanden an deiner Seite, der dich in jeder Situation unterstützt und individuell begleitet.“

Expertin für Ernährung bei Hautproblemen

„Deine Hautgesundheit liegt in deinen Händen“

Marie – Ernährungsberaterin für Haut & Gesundheit

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